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Wirtschaftspolitik
01Aug

Faire Milchpreise für die Milchbauern

Brigitta Sewerin zeigt mir Ihren Milchkuhhof in Gütersloh Kattenstroth

Brigitta Sewerin zeigt mir Ihren Milchkuhhof in Gütersloh Kattenstroth

 

Zusammen mit Frau Brigitte Sewerin, Betreiberin des Milchkuhhofs in Kattenstroth, haben wir einen offenen Brief an Campina verfasst um auf die präkere Situation der Milchbauern im Kreis Güterloh hinzuweisen.

Offener Brief an die FrieslandCampina:

An die Geschäftsführung
der FrieslandCampina
Wijersstraat 1
NL-3811 MZ Amersfoort

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

durch die Kündigung des Vertrages der FrieslandCampina mit der Erzeugergemeinschaft im Kreis Gütersloh
herrscht große Verunsicherung unter den hiesigen Milchbauern.
Angesichts der unzumutbaren Ertragslage und der Ungewissheit über die künftige Entwicklung, werfen mehr und mehr Milchbauern das Handtuch.
Leider ist es trotz anderslautender Ankündigung nicht gelungen im Juli eine neue vertragliche Vereinbarung zu erzielen.

Aus Ihren Unternehmensgrundsätzen als größte Molkereigenossenschaft der Welt geht hervor, dass Renditestreben allein nicht der Maßstab Ihres wirtschaftlichen Handelns ist. Sie schreiben auf Ihrer Internetpräsenz: “Wir übernehmen Verantwortung für unsere Handlungen, indem wir eine Kultur von Vertrauen, Integrität und Inspiration aufbauen.”
Kultur von Vertrauen bedeutet auch, dass die an sie liefernden Milchbauern einen Preis erzielen können, der es Ihnen ermöglicht Ihre Existenzgrundlage zu sichern und sie nicht zum Opfer eines ruinösen Preiswettkampfes macht.

Mit der Qualitätsmarke”Landliebe” haben Sie bewiesen, dass die Verbraucher für hochwertige Lebensmittel auch bereit sind mehr zu bezahlen und das gute Lebensmittel Ihren Preis Wert sind. Dies gilt jedoch auch für die Milch der Sie beliefernden Milchbauern.

Sie setzen sich ein für verbrauchsnahe Erzeugung, die lokale Strukturen erhält und ein Minimum an Umweltbelastung insbesondere durch den Transport bewirkt. Bleiben Sie diesen Unternehmensgrundsätzen treu.

Wir bitten Sie daher, der Erzeugergemeinschaft im Kreis Gütersloh nochmals ein Angebot zu machen, das im Sinne einer langfristigen und nachhaltigen Geschäftsbeziehung die Existenz der Milchbauern ermöglicht und auch den 290 Beschäftigten der Molkerei in Gütersloh eine Perspektive bietet.Wir bitten um eine offizielle Klarstellung, das der Standort der Molkerei in Gütersloh langfristig erhalten bleibt und das die nötigen Investitionen um die Wettbewerbsfähigkeit der Molkerei zu sichern, vorgenommen werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Marco Mantovanelli
Bundestagskandidat im Kreis Gütersloh
für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Brigitta Sewerin
Milchbäuerin in Gütersloh
BDM-Mitglied

09Jul

Wahlprogramm vorgestellt

2009-07-02-Präsentation-Wahlprogramm

Marco Mantovanelli, Helga Lange und Helmut Rose präsentieren das Wahlprogramm

Im Grünen Büro präsentierten Helga Lange, Helmut Rose und ich unser Wahlprogramm für die Kreistagswahl. Es ist zu finden unter www.gruene-kreisgt.de.

Artikel im Westfalenblatt zur Vorstellung des Wahlprogramms

Artikel im Westfalenblatt am 7.7.09

24Mai

Europatour in Gütersloh

Europatour der GRÜNEN zum Mindestlohn am Berliner Platz in Gütersloh

Auf reges Interesse stiess unser Stand, mit Europa-Puzzle, Mindestlohn-Aktion und vielen Luftballons. Im grünen Kellner-Dress verteilten wir Getränke und Luftballons.
Die Kinder hatten Spass an einem großen Europa-Puzzle, auf dem Boden.
In 21 Ländern in der EU gibt es bereits einen gesetzlichen Mindestlohn. Nur Deutschland tut sich immernoch extrem schwer damit.
Die SPD sagt zwar, dass sie dafür sei, entsprechende Anträge wurden von Ihr im Bundestg jedoch abgelehnt.

Zum Auftakt des Europawahlkampfs der GRÜNEN plädierten Bundestagsbewerber Marco Mantovanelli(l.),Europakandidat Peter Alberts und Bürgermeisterkandidatin Wibke Brems für einen Mindestlohn von 7,50 Euro, nicht nur für Kellerinnen und luden zum EU-Puzzle ein. FOTO: ROLF BIRKHOLZ, QUELLE: NEUE WESTFÄLISCHE

Zum Auftakt des Europawahlkampfs der GRÜNEN plädierten Bundestagsbewerber Marco Mantovanelli(l.),Europakandidat Peter Alberts und Bürgermeisterkandidatin Wibke Brems für einen Mindestlohn von 7,50 Euro, nicht nur für Kellerinnen und luden zum EU-Puzzle ein. FOTO: ROLF BIRKHOLZ, QUELLE: NEUE WESTFÄLISCHE

Link zum Presseartikel:  http://www.mantovanelli.de/presse/presseberichterstattung/

04Mai

Bundesdelegiertenkonferenz in Berlin

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Erfolgreicher Bundesparteitag in Berlin.

Die Stimmung war super. Es hat Spaß gemacht dabei zu sein. Der Parteitag hat gezeigt, dass wir für die kommenden Wahlkämpfe sehr gut aufgestellt sind. Mit dem Green New Deal haben wir als einzige Partei die richtige Antwort auf die Wirtschaftskrise. Nur wenn wir jetzt in die Schlüsseltechnologien der Zukunft investieren, können wir gestärkt aus der Krise herrauskommen. Ich glaube, dass wir damit genau den Nerv der Zeit getroffen haben.
Auch für mich selbst lief es ausgezeichnet. Fünf Anträge, die ich eingebracht habe, wurden ins Wahlprogramm übernommen. Bei den Anträgen ging es in erster Linie um Maßnahmen, wie die Einflussnahme von Lobbyisten auf politische Prozesse transparenter gemacht und begrenzt werden kann. Ein Antrag, der die Einführung einer obligatorischen Gewinnbeteiligung für Arbeitnehmer vorsieht, wurde als Prüfauftrag für die Bundestagsfraktion verabschiedet.

Auch für mich selbst lief es ausgezeichnet. Fünf Anträge, die ich eingebracht habe, wurden ins Wahlprogramm übernommen. Bei den Anträgen ging es in erster Linie um Maßnahmen, wie die Einflussnahme von Lobbyisten auf politische Prozesse transparenter gemacht und begrenzt werden kann. Ein Antrag, der die Einführung einer obligatorischen Gewinnbeteiligung für Arbeitnehmer vorsieht, wurde als Prüfauftrag für die Bundestagsfraktion verabschiedet.

BDK-Delegierte aus dem KV Gütersloh (v.l.): Wibke Brems, Henrik Gebauer,Marco Mantovanelli, Helga Lange und Det Gohr.

BDK-Delegierte aus dem KV Gütersloh (v.l.): Wibke Brems, Henrik Gebauer,Marco Mantovanelli, Helga Lange und Det Gohr.

Mit Jürgen Trittin, habe ich das Besuchsprogramm für seinen Besuch in Gütersloh am 28.5.09 abgesprochen.

Mit Jürgen Trittin, habe ich das Besuchsprogramm für seinen Besuch in Gütersloh am 28.5.09 abgesprochen.

25Apr

Let’s make Money. Film und Diskussion mit Sven Giegold

Sven Giegold im Bambi-Kino in Gütersloh

Sven Giegold im Bambi Kino

Sven Giegold im Bambi Kino

Die Ursachen der Finanzkrise und Ihre Folgen waren Gegenstand einer lebhaften Diskussion im Bambi-Kino zu der Ortsverband der GRÜNEN und Attac eingeladen hatte.

Etwa siebzig Zuschauer verfolgten zunächst den Film”Let’s make money” von Erwin Wagenhöfer in dem eindrucksvoll geschildert wird was hinter der Aussage “Lassen sie Ihr Geld für sich arbeiten” tatsächlich steckt.

Es ist nicht das Geld das arbeitet, sondern Menschen, die oft unter unwürdigen Bedingungen, sei es als Baumwollpflücker in Burkina Faso
oder als Fabrikarbeiter in Indien die Rendite von Investoren aus Übersee erwirtschaften.
 
Sven Giegold, Mitbegründer von attac und Spitzenkandidat der Grünen in NRW zur Europawahl
stellte sich anschließend einer lebhaften Diskussion.
Er trat ein für eine solidarische Ökonomie, in der nicht das Renditestreben an erster Stelle steht.
Angesichts der dramatischen Konjunktureinbruches weltweit sei es jetzt nötig mit staatlichen Mitteln zu investieren
allerdings nicht wahllos, sondern zielgerichtet in die Schlüsseltechnolgien der Zukunft.
In regenerative Energien und Energieeffizienz um von Fossilen Brennstoffen unabhängig zu werden.
In Bildung um dem Einzelnen den Zugang zu den Arbeitsmärkten der Zukunft zu eröffnen.
  
Eine lebhafte Diskussion entwickelte sich.

Eine lebhafte Diskussion entwickelte sich.

Es ist unglaublich,  welche Dimensionen die Finanzkrise bereits angenommen hat mit einer Vermögensvernichtung von 44 Billionen, also 44000 Milliarden  Euro  und allein 50 Millionen zusätzlicher Arbeitsloser weltweit nur in diesem Jahr. Es stellt sich angesichts dieser Entwicklung die Frage, ob es nicht geradezu ein Webfehler des Kapitalismus ist, das sich ihn ihm immer wieder neue Blasen bilden, deren Einsturz dann oft dramatische Auswirkungen für die Allgemeinheit hat.
Es ist auch kaum zu bestreiten,dass durch den starken Einfluss von wirtschaftlicher Macht auf die Poltik, Kontroll- und Regulierungsmechanismen systematisch ausgehebelt wurden, was eine Hauptursache für die Exzesse auf den Finanzmärkten war.

Eine Systemalternative zum Kapitalismus ist zur Zeit noch nicht sichtbar. Zum Sozialismus will auch kaum jemand wirklich zurück.
Mein Fazit ist, das durch eine starke Ordnungspolitik das Geld wieder zum Diener der Menschen gemacht werden muss und nicht umgekehrt.

 
Hans-Peter Rosenthal
Hans-Peter Rosenthal

In der Diskussion wurde auch die Mitverantwortung des Einzelnen zum Beispiel beim Einkauf genannt. Wer ein T-Shirt für einen Euro erwerbe dürfe sich nicht wundern, wenn ausbeuterische Kinderarbeit zunehme.

Themen wie das unbedingte Grundeinkommen und den Zugang zu Bildung für alle rundeten die Diskussion ab.

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